Was ist Aids? Das Kurzwort "AIDS" steht für die englische Bezeichnung "Acquired Immuno Deficiency Syndrome", zu deutsch "Erworbener Immundefekt". Bei einem Immundefekt ist die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern vermindert. Als Hauptursache für AIDS wird die Infektion mit HIV ("Human Immuno Deficiency Virus") angesehen. 1983/84 wurde das Virus HIV - 1 entdeckt, wenig später HIV - 2. Beide Virustypen und ihre Untergruppen (Subtypen) weisen spezielle Merkmale auf und kommen je nach Kontinent unterschiedlich häufig vor. Für alle gelten die aber die gleichen Schutzmöglichkeiten. Die Wissenschaft teilt die HIV - Infektion in verschiedene Stadien ein. Mit AIDS wird das Stadium bezeichnet, bei dem das Immunsystem stark beeinträchtigt ist und sich bestimmte Infektionskrankheiten und Tumoren entwickeln. Der Verlauf einer HIV - Infektion unterliegt jedoch starken Schwankungen und lässt sich nur schwer als eine festgelegte Abfolge von Stadien beschreiben. Eine Infektion mit HIV kann durch den Antikörpertest nachgewiesen werden. Ob sich eine HIV - Infektion zu AIDS entwickelt und wann dies geschieht, hängt von zusätzlichen Umständen ab, die im einzelnen noch nicht bekannt sind. Wie stört HIV die Immunabwehr?Viren können sich nur in lebenden Zellen vermehren. Sie bauen ihr eigenes Erbgut in dasjenige dieser "Wirtszellen" ein und zwingen sie so, neue Viren zu produzieren. Dadurch werden die Wirtszellen geschädigt oder zerstört. HIV kann nur solche Zellen befallen, an deren Oberfläche sich spezifische "Andockstellen" für HIV (= CD4 - Rezeptoren) befinden. Solche Rezeptoren tragen z.B. die T-Helferzellen - eine bestimmte Gruppe von Lymphozyten (weiße Blutkörperchen), die als "Leitzentrale des Immunsystems" dienen - und die Langerhans - Zellen (bestimmte Zellen der Unterhaut). Sie werden deshalb als "CD4-Zellen" bezeichnet. Wenn HIV in die Blutbahn gelangt, versucht der Organismus zunächst, das Virus abzuwehren. Hierbei bildet das Immunsystem auch Antikörper. Diese können aber nicht in die infizierten Wirtszellen eindringen. Dies ist einer der Gründe, weshalb die dort vorhandenen Viren nicht unschädlich gemacht werden. Eine geringe Anzahl der befallenen CD4 - Zellen wird direkt durch das Virus zerstört. Weitere, vor allem indirekte Mechanismen können zu eingeschränkten und fehlgesteuerten Abwehrreaktionen führen und so die Zahl der CD4 – Zellen stark reduzieren. Krankheitserreger, mit denen ein funktionierendes Immunsystem leicht fertig wird, können sich bei fortgeschrittener Abwehrschwäche ungehindert vermehren. Es kann zu "opportunistischen Infektionen" (opportunistisch = eine Gelegenheit nutzend), zu Allergien und zum Wachstum verschiedener Krebsarten kommen. HIV - Infektionen verlaufen jedoch sehr unterschiedlich. Nach 10 bis 12 Jahren haben etwa 50 % der Menschen mit HIV noch keine Symptome mit AIDS. |
Das Kurzwort "AIDS" steht für die englische Bezeichnung "Acquired Immuno Deficiency Syndrome", zu deutsch "Erworbener Immundefekt". Bei einem Immundefekt ist die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern vermindert. 